
Ruht das Licht
von Maggie Stiefvater
Preis: 18,99 €
Band: 02
Buchreihe: The Wolves of Mercy Falls
Seitenanzahl: 400
Format: Gebundene Ausgabe
Originaltitel: Linger
ISBN: 978-383-900-118-9
Verlag: script5
Erscheinungsdatum: 01.09.2011
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den
Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner
Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss
erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war,
hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr. Wogegen
Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht
sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er
getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen
Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen. Als
Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf
die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das
Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm
in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages
siegen wird.
Auch
dieses Mal wurde das Cover romantisch und wunderschön gestaltet und konnte mich
voll und ganz überzeugen. Insgesamt wurde die Trilogie sehr liebevoll und
romantischsüß gestaltet. Der erste Band wurde in sommerlichen Farbtönen (Rot,
Orange, etc) gehalten. Nun waren die kalten Farben an der Reihe, was mir sehr gut
gefällt ist der Jahreszeitenwechsel der auf den Covern stattfindet. Und es wurde symbolisch immer ein Wolf in das Cover eingearbeitet, sowie die Person der Beiden die sich nicht in einen Wolf verwandelt.
Die Autorin, Maggie
Stiefvater, schrieb das Buch in vier wechselnden Perspektiven: Grace, Sam,
Isabel und Cole. Das erste Mal als die Geschichte aus der Sicht von Cole
erzählt wurde dachte ich nur: Wer zur Hölle ist Cole?! Nach einigen Kapiteln
legte sich meine kurzzeitige Verwirrung aber. Ich finde es faszinierend wie die
vier Perspektiven sich unterscheiden: Grace sieht und erzählt immer alles
logisch und strukturiert, Sam ist dagegen sehr emotional, Isabel glänzt durch
ihre Zickigkeit und ihre amüsante Sturheit. Cole ist ein sehr wütender,
impulsiver und dennoch ein sehr sympathischer „Erzähler“. Dass sich der Kreis
der Erzähler verdoppelt hat, konnte mich zu Beginn nicht wirklich begeistern,
aber ich gewöhnt mich schnell daran.
Maggie Stiefvaters
Schreibtechnik ist immer noch sehr detailliert, authentisch und sie beeinflusst
meine Gefühle während und nach dem Lesen ihres Buchs. Ich fand mich eigentlich
recht schnell wieder in die Story ein.
„Sam: "Es waren doch nur achtundvierzig Stunden, bis ich sie
wiedersehen würde. Das war doch nicht viel. Ein winziger Tropfen in dem Meer
von Zeit, das unser gemeinsames Leben war. Vor uns lag jetzt die Ewigkeit. Ich
mußte endlich anfangen, daran zu glauben." Zitat, S. 167
Mit Cole hat die Autorin einen
neuen und interessanten Protagonisten in die Geschichte eingebaut. Cole gehört
zu den neu erschaffenen Wölfen von Beck. Um seinem bisherigen Leben zu entfliehen
will er nur noch ein Wolf sein, oder er bringt sich irgendwann selbst um. Doch
leider gelingt es ihm nicht auf Dauer ein Wolf zu bleiben, obwohl es eigentlich
sehr kalt ist. Und er hat ein Geheimnis das nicht nur ihn sondern auch das
restliche Rudel in Gefahr bringt. Die einzige die ihn beschäftigt oder die er
mehr an sich heranlässt als alle anderen ist Isabel. Sie hat seinen
Schutzpanzer aus Wut und Suizidgedanken angekratzt und ich bin gespannt wie es
mit den Beiden weitergehen wird.
Sam und Grace haben eigentlich
ihr Glück gefunden, aber es scheint ihnen in diesem Band ungewollt zu
entgleiten. Ich finde es schön wie die beiden aufeinander bauen und dass die
Autorin das Glück der beiden nicht durch eine 3. Person (Stichwort
Dreiecksbeziehung) oder Zweifel ins Wanken bringt. Dennoch haben sie gegen
Grace nervige Eltern (die bisher nie für Grace da waren und jetzt plötzlich
versuchen ihre Tochter zu kontrollieren) anzukämpfen und als ob das nicht
reichen würde, muss Grace auch noch dafür kämpfen ihre menschliche Haut nicht
zu verlieren.
Was ich ein bisschen schade
fand war, dass die Liebesgeschichte von Sam und Grace, immer bedeutungsloser
erschien. Die Beziehung der Beiden wirkte auf mich plötzlich sehr kühl,
distanziert. Erst zum Ende hin erreichten mich die Gefühle von Sam und Grace
wieder, wenn die Bedrohung der Trennung präsenter ist denn je.
Und dann gibt es noch Isabel,
ihr wird in diesem Band eine größere Rolle zuteil. Der Verlust ihres Bruders
Jack nagt noch immer an ihrem Gewissen und Schuldgefühlen. Dann kommt auch noch
ein Cole St.Claire daher, zudem sie sich irgendwie hingezogen fühlt, obwohl er
kein Mensch ist und auch nie wieder einer sein will. Ergo sie wird mit ihm nie dasselbe
haben wie Sam mit Grace. Daher kann ich es absolut nachvollziehen wieso sie
sich hinter ihrer Zickigkeit und ihrem Sarkasmus versteckt. Hätte ich an ihrer
Stelle wahrscheinlich auch getan.
Das Buch endete mit einem
riesengroßen Cliffhanger, sodass dem Leser gar nichts anderes übrig bleibt als
das dritte Buch auch noch zu lesen. Und genau das werde ich jetzt auch tun.
Alles in
allem hat mir das Buch gut gefallen, zwar nicht so gut wie der erste Band aber
gut. Das lag hauptsächlich an der in den Hintergrund getretenen Beziehung von
Grace und Sam. Ich bin ehrlich, nach einiger Zeit ging mir Grace mit ihrer „Krankheit“
auf die Nerven und ich wollte es wäre endlich vorbei. Ich hätte mir hier ein
wenig mehr Sam-Grace-Kribbeln gewünscht.
Insgesamt
ist das Buch eine lesenswerte, aber leider auch eine bisschen schwächere
Fortsetzung der Reihe rund um Grace und Sam. Daher vergebe ich 3 von 5
möglichen Eulen.
Quelle (Bild + Inhalt): The Wolves of Mercy Falls 02: Ruht das Licht - Maggie Stiefvater
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